Und weil Vögel so schön sind…

Und weil Vögel so schön sind…

Versprochen, das ist vorläufig der letzte Vogelbeitrag. Aber diese Prachtexemplare haben mir ins Ohr gepiepst und gequakt, dass sie auch noch einen Platz im Kleinstaunen-Blog möchten. Die Bilder wollen wir dir nicht vorenthalten.

Schwanenkampf

Möwen in Rapperswil. 

Schwanenkampf

Untergetaucht. 

Schwanenkampf
Schwanenkampf
Schwanenkampf

Frau Gänsesäger <3.

Schwanenkampf

Ein Schwarzhalstaucher im Schlichtkleid im Winter. 

Schwanenkampf

Kolbenente im Brienzersee.

Schwanenkampf

Eine domestizierte Stockente (Hausente) im Abendrot auf dem Thunersee.

Schwanenkampf

Ein bei uns seltener Gast: ein Mittelsäger.

BirdLife Naturzentrum Neeracherried

BirdLife Naturzentrum Neeracherried

Die letzte Exkursion des Ornithologie-Grundkurses führte unsere Gruppe in das BirdLife Naturzentrum Neeracherried. Das Neeracherried ist ein Naturschutzgebiet im Zürcher Unterland, eines der letzten grossen Flachmoore der Schweiz. Für Vögelbeobachterinnen und -beobachter sowie Naturliebhaber ist es ein kleines Paradies.

Wir haben Glück, denn dank einer unserer Kursleiterinnen können wir schon um 7 Uhr ins Ried, bedeutend früher als andere Besuchende.

Zu dieser Zeit hängt noch ein zarter Nebel über dem Flachmoor und hüllt den Ort in eine stille Magie.

singender Star

Das erste Bild des Tages ist zwar etwas untypisch für das Neeracherried, aber nichtsdestotrotz eines der schönsten. Diese kleine Schnecke kroch ganz zielstrebig durch das in Nebel gehüllte Schilf. 

Star
Rotmilan
Vogelkurs Waldvögel Blaumeise
Sperber

Gleich zwei Kiebitze sehen wir im Morgennebel. Kiebitze sind Bodenbrüter, sie legen ihre Eier in offene, kaum geschützte Nester direkt auf dem Boden. Wohl einer der Gründe, warum sie heute gefährdet sind.

Spektiv
Amsel
Ringeltaube
Ringeltaube
Ringeltaube

Diesem Stockentenpaar bei seiner Morgentoilette könnten wir stundenlang zuschauen. Waschen, schütteln, strecken, frühstücken.

Storch
Schwanzmeise
Hausrotschwanz
Storch
Grünfink

Lachmöwen hat es viele im Neeracherried. Sie brüten in Kolonien und helfen sich gegenseitig beim Verteidigen ihrer Nester. Mit ihren roten Schnäbeln und den klaren Kontrasten machen sie gute Fotomodelle.

Grünfink
Grünfink

Aber auch seltenere Wasservögel treffen wir an: die hübschen Schnatterenten und Reiherenten.

Grünfink
Hausrotschwanz
Storch

Wir sichten sogar ein Paar Nilgänse. Sie gehören zu den sogenannten Neozoen, gebietsfremde Tierarten, die heimischen Wildvögeln oft überlegen sind und sie bisweilen aus ihren Nestern vertreiben.

Feldsperling
Feldsperling
Feldsperling

Für alle mit Vogelkoller: Im Neeracherried kommen auch andere Naturliebende auf ihre Kosten.

Feldsperling

Wer Neerach sagt, weiss: Störche dürfen nicht fehlen. Sie brüten hoch oben in ihren kunstvoll gebauten Nestern – und einige Storchenjunge gucken bereits über den Rand. Schön, wenn der Storch mal seine eigenen Jungen bringt.

Feldsperling
Hausrotschwanz
Storch
Hausrotschwanz
Storch
Hausrotschwanz
Hausrotschwanz
Storch
Storch

Zu guter Letzt pfeifen uns ein Goldammer, ein Star und ein Hausrotschwanz zu und ein junges «Taucherli»-Küken schwimmt mit viel Jöö meinerseits an uns vorbei.

So schliessen wir den Vogelgrundkurs ab. Reicher als noch vor ein paar Monaten: gefüllt mit neuem Wissen, noch mehr Respekt vor der Natur und neuen Bekanntschaften. Ein grosses Dankeschön an dieser Stelle an unsere vier Kursleiterinnen.

Schmetterlinge zerschmettern Kummer, oder?

Schmetterlinge zerschmettern Kummer, oder?

Heute gibt es mal keine Fotos von ornithologischen Ausflügen ... Wir nennen zwar  Schmetterlinge gerne auch Sommervögel, es sind aber trotzdem Insekten und keine Vögel.

Das Wort Schmetterling stammt scheinbar nicht vom Wort «schmettern» ab, sondern vom slawischen Wort für Rahm, weil man früher den Verdacht hatte, dass Schmetterlinge nachts Rahm stehlen.

Persönlich finde ich die Verbindung zu «schmettern» schöner: die Vorstellung, dass Schmetterlinge als Glücksbringer schlechte Laune zerschmettern.

Das altgriechische Wort für Schmetterling war ψυχή (psyche), nachzulesen auf Wikipedia) und bedeutete Hauch, Atem, Seele, auch das eine hübsche Assoziation.

Was viele nicht wissen: Schmetterling ist der Oberbegriff für die umgangssprachlich so genannten Schmetterlinge (Tagfalter) und die Nachtfalter, die meist unscheinbarer sind, oft mit gefiederten oder borstigen Fühlern und eher nachtaktiv.

In der Schweiz gibt es rund 3700 Arten, viele davon bedroht und selten geworden. Verschiedene Pflanzen ziehen verschiedene Schmetterlinge an. Am besten pflanzt du eine bunte Blumenwiese, oder noch besser: Du lässt dich fachkundig beraten, zum Beispiel durch eine Gartenberatung von Pro Natura. Blumen wachsen auch auf Balkönen.

Obwohl manche Schmetterlinge ziemlich nervös von Blüte zu Blüte fliegen, halten sie immer wieder inne und tauchen ihren Rüssel in den Nektar. Dann lassen sie sich auch gut fotografieren. Am liebsten verwenden wir das Teleobjektiv, um die Insekten so wenig wie möglich zu stören. Mit viel Freude schenken wir dir heute etwas zerschmetterten Kummer und gute Schmetterlings-Laune mit unseren Fotos.

Vögel im Siedlungsgebiet

Vögel im Siedlungsgebiet

Der vierte Teil des Ornithologie-Grundkurses führte uns frühmorgens durch eine stinknormale Siedlung. Im Kanton Zürich. Mit Wohnhäusern, Mehrfamilienhäusern, Einfamilienhäusern, Strassen, Verkehr und ein paar vom kühlen Nebel noch feuchten Frühlingswiesen.

Da denkt man als Laie kaum daran, eine grosse Vogelvielfalt anzutreffen.

Ein paar Spatzen, vielleicht eine Krähe. Viel Gezeter in den grossen Büschen. Oder?

Buntspecht
Frühlingswiese

Kaum losspaziert, hören wir das unverkennbare Klopfen eines Buntspechts und erblicken ihn auch gleich. Sein roter Bauch leuchtet verräterisch schön im noch laubarmen Busch.

Die Mönchsgrasmücken im Nachbarsbaum wollten nicht fürs Foto stillhalten. 

Saatkrähe
Ringeltaube

Und schon fliegt eine Saatkrähe über unsere Gruppe hinweg und eine Ringeltaube gurrt im ersten Sonnenlicht.

Mehlschwalben
Rauchschwalben im Flug
Mehlschwalben

Mehrere Dutzend Schwalben fliegen am Himmel. Sie sind für die Brutzeit zurückgekehrt. Die Mehlschwalben ziehen ihre Jungen in Nisthilfen an einem Mehrfamilienhaus auf, die Rauchschwalben ziehen sich in einen nahe gelegenen Stall zurück.

Haussperlinge

Drei Haussperlingsmännchen zwitschern zwischen den Blüten und erinnern uns an die Arena-Sendungen im SRF jeden Freitagabend.

Girlitz und Spatz
Girlitz Männchen und Weibchen

Direkt vor unseren Füssen (wir haben sie zuerst fast nicht bemerkt) frühstücken ein Spatzenweibchen und ein Girlitz-Männchen. Die Nähe der zwei Vögel ist spannend, da sie uns einen direkten Grössenvergleich ermöglicht. Später gesellt sich das Girlitz-Weibchen dazu und liefert uns eine romantische Jöh-Szene.

Haussperling Weibchen

Der Spatz auf dem Lampenpfosten posiert für das klassische Vogel-im-Siedlungsgebiet-Foto.

Blaumeise im Flug
Frühlingswiese

Und einfach weil's so schön ist: Eine Blaumeise fliegt vorbei und die Wiesen glitzern in der Morgensonne. Einmal mehr denken wir, dass es eigentlich gar nicht so schlecht ist, etwas früher aufzustehen...

Hausrotschwanz bei der Paarung
Hausrotschwanz bei der Paarung

Wir sind gefordert an diesem Morgen... überall gibt es etwas zu entdecken: am Himmel, am Boden, in den Bäumen und auf den Dächern. Da paart sich gerade ein Hausrotschwanz-Pärchen.

Haussperling beim Nestbau
Haussperling beim Nestbau
Haussperling beim Nestbau

Herr und Frau Spatz bauen ihr Nest. Als Bauplatz haben sie eine Öffnung in einem Dach gefunden. Nach dem Einzug sitzen sie zufrieden da und geniessen die Aussicht.
 
 

Biene im Raps

Daneben summen die Bienen im blühenden Rapsfeld. 

Turmfalke

Und der Turmfalke beobachtet uns von seinem Baum. Ich bin schockverliebt. 

Löwenzahn

Ist unsere Welt nicht schön?

Stieglitz
Kohlmeise
Blaumeise
Stieglitz
Kohlmeise

Stieglitze und Meisen links und rechts. Auch einen Grünfink sehen wir in der Ferne. 

Amselweibchen im Efeu
Amselweibchen mit Wurm
Amselweibchen im Efeu

Ein Amselweibchen sucht im Efeu nach Futter und präsentiert uns ihren Wurm. 

Graureiher

Und fast zuguter Letzt fliegt ein Graureiher über unsere Köpfe, typischerweise mit gestreckten Beinen und eingezogenem Hals. Wer seine Babys sehen will, ist im Blogbeitrag zu den Graureihern gut bedient.

Graureiher mit Babys

Graureiher mit Babys

Dank den engagierten Frauen des Ornithologie-Grundkurses wurden wir auf die frisch geschlüpften Graureiher-Babys mitten in Regensdorf aufmerksam. Denn mal ehrlich:

Wir wären an diesen hohen Bäumen vorbeigefahren, ohne je zu ahnen, dass da oben gerade ein kleines Wunder geschieht.

Wobei... wer die Ohren offen hält, die Kinderstube kaum verpassen kann. Die Graureiher-Kolonie ist während der Fütterungszeit alles andere als leise.

In Regensdorf gibt es ein kleines Wäldchen mit ein paar hohen Bäumen, wo schon seit vielen Jahren jedes Jahr eine Graureiher-Kolonie zurückkommt und ihre Jungen aufzieht. In jedem Nest schlüpfen zwischen 3 und 5 Babys aus hellblau-grünen Eiern.

Graureiher Jungtier hoch oben in der Baumkrone

Neben den Nestern hält ein weiterer Graureiher (früher auch Fischreiher genannt) Ausschau. Da Weibchen und Männchen gleich aussehen, lässt sich für das ungeschulte Auge nicht sagen, ob ein Elternteil Wache schiebt oder ob vielleicht sogar ein Jungtier, das im ersten Jahr noch nicht geschlechtsreif ist, auf die Babys aufpasst, während die Eltern Futter besorgen.

Ruhender Graureiher im Nest
Ruhender Graureiher

Beide Elternteile übernehmen das Brüten und das Füttern der Jungen abwechselnd. Es ist harte Arbeit. Sie fliegen mehrere Kilometer, um kleine Fische, Frösche, Insekten oder andere Kleintiere zu besorgen. Die Graureiher, die in Regensdorf brüten, fliegen dafür vermutlich zum Katzensee. Zwischendurch gönnen sie sich eine wohlverdiente Pause.

Fütternder Graureiher
Graureiher verlässt das Nest für die Futterbesorgung.
Graureiher holt Futter für seine Babys

Zweimal beobachten wir die Graureiher-Nester während mehr als einer Stunde. Die Eltern kommen und gehen und wechseln sich ab. Typisch für Graureiher ist übrigens, dass sie beim Fliegen den Hals einziehen.

Graureiher Babys

Als wir zum ersten Mal eines der Küken erblicken, stockt uns vor lauter «Jöh» der Atem. Da sitzen doch tatsächlich drei kleine Gonzos aus der Muppet Show. Oder wurde Gonzos Aussehen etwa von Graureiher-Jungtieren inspiriert?

Graureiher Eltern
Graureiher Eltern
Graureiher mit Küken

Auf der Website der Vogelwarte Sempach und beim Kindernetz gibt es spannendes Wissen zu diesen Tieren. So brüten Graureiher nur einmal pro Jahr, und die Jungen sind nach rund 50 Tagen flugfähig. Mit 1,5 bis 2 kg sind sie trotz ihrer Grösse relativ leicht. Nach den Störchen sind sie die zweitgrössten einheimischen Vögel. Die Tiere werden 20 bis 30 Jahre alt.

Graureiher sehen lustig aus
Graureiher sehen lustig aus

Nicht nur die Küken sehen herzig aus, auch die Eltern. Die zwei schwarzen Schmuckfedern am Kopf stehen wie beim Haarstil eines Punks ab. Dazu haben Graureiher die besondere Fähigkeit, die Augen so zu drehen, dass sie wie wir geradeaus schauen können. Die meisten anderen Vögel müssen dafür den Kopf drehen.

Rotmilan bei den Graureihern
Rotmilan kreist um die Nester herum

Auch ein Rotmilan beobachtet die Graureiher-Kolonie mit viel Interesse. Was er wohl im Schilde führt?

Vor lauter Graureiher-Babys verpassen wir fast die Ringeltauben auf einem Ast direkt neben uns: erst bei der Balz, dann bei der Paarung.
Ringeltauben Fortpflanzung
Ringeltauben Paarung
Die hübsche Märzhaarmücke

Und während die Vogelwelt von Frühlingsgefühlen abgelenkt ist, macht sich die hübsche Märzhaarmücke rasch aus dem Staub, bevor sie selbst zum Futter wird.

Kulturvögel

Kulturvögel

Im Ornithologie-Grundkurs ging es diesmal um Vögel im Kulturland. Also um die Arten, die in unserer genutzten Landschaft leben: Felder, Wiesen, Dörfer. 

Nach dem obligaten und spannenden Theorieabend zum Thema

spazierten wir an einem Samstagmorgen vom Bahnhof Regensdorf zum Katzensee.

Wieder waren unsere vier engagierten Kursleiterinnen dabei. Sie machen das freiwillig und aus Leidenschaft und ihr Fachwissen ist enorm: Sie kennen die Vögel, ihre Stimmen, ihre Lebensweise und erzählen spannende Details über die einzelnen Vogelarten. Nebst den Vogelthemen gingen sie auch auf politische Themen zum Schutz der Natur - oder eben leider oft zur Zerstörung der Natur - ein.  

Wieder entdeckten und beobachteten wir eine unglaublich vielseitige Tierwelt und wunderten uns, warum wir früher nur einen Bruchteil all dieser Vögel wahrgenommen hatten. Der Kurs hat uns in vieler Hinsicht die Augen noch mehr geöffnet. Zudem freut es uns sehr, wenn wir die gefiederten Tiere nun besser beschreiben können, ihre Namen und Verhaltensweisen kennen. 

Star
singender Star

Stare begleiteten uns fast den ganzen Morgen. Sie sind talentierte Sänger, imitieren alles, vom Buntspecht bis zum Telefon und glänzen wunderschön im Sonnenlicht.

Rotmilan

Dieser Rotmilan begrüsste uns gleich neben dem Bahnhof. Die Kursleiterinnen erklärten, dass ungefähr 10% aller Rotmilane der Welt in der Schweiz leben. Und auch diese Vogelart steht stark unter Druck. Rotmilane zeigen sich gern, sie sind ziemlich neugierige Vögel.

Rotmilan
Schwarzmilan

Rot- und Schwarzmilane gehören zu den Greifvögeln, da sie ihre Beute mit den Füssen - dem Greifen - töten und nicht mit dem Schnabel, wie zum Beispiel der Turmfalke. Bei den Greifvögeln und den Eulen sind die Weibchen grösser als die Männchen. Milane wechseln einmal im Jahr all ihre Federn. Weil Milane am Himmel gleiten und keine spektakulären Wendemanöver durch die Bäume fliegen, wie die Mäusebussarde, können wir sie oft ohne Eile beobachten. So erkennen wir schon bald die Unterschiede zwischen dem Rot- und dem Schwarzmilan. Siehst du sie auch?

Vogelkurs Waldvögel Blaumeise

Der Mäusebussard ist der häufigste Greifvogel der Schweiz (Quelle: https://greifvogelstation.ch/vogel/maeusebussard/). Nebst seiner Wendigkeit erkennt man ihn auch gut an seinem runden Schwanz und an seinen miauartigen Rufen. 

Sperber

Den Bahngeleisen entlang gehend, diskutierten wir eine vergangene Sichtung eines Sperbers und wie wenn das Tier dies geahnt hätte, flog gleich ein Sperberweibchen über unsere Köpfe. Etwas später konnten wir den Rüttelflug eines Turmfalkens beobachten. Diese Flugart erlaubt es dem Falken fliegend an derselben Stelle zu verharren, um nach Beute Ausschau zu halten.

Spektiv

Einige der sogenannten Birders - also Menschen, die als Hobby Vögel in ihrer natürlichen Umgebung beobachten, haben solche Spektive. Das sind qualitativ hochstehende und sehr vergrössernde Beobachtungsfernrohre. Das Bild, das sich beim Durchsehen zeigt, ist die Mühe des Herumtragens und Aufstellens wert. Doch uns Fotografen fehlt am Spektiv der Auslöser und der schnelle Autofokus.

Amsel

Die Vogelexkursionen lehren uns auch viel über unsere Pflanzenwelt. So hatten wir vorher nie bemerkt, dass am Efeu Beeren wachsen. Da sind uns die Amseln weit voraus, denn sie wissen nicht nur von den Beeren, sondern mögen sie auch sehr. Achtung: Efeubeeren sind für Menschen giftig.

Ringeltaube
Ringeltaube
Ringeltaube

Natürlich fehlte auch die Ringeltaube nicht. Sie ist die grösste Taube der Schweiz und man erkennt sie gut an ihrem weissen Halsfleck und dem gelben Auge. Ringeltauben ernähren sich rein pflanzlich, legen scheinbar immer 2 Eier und sind bekannt dafür, dass ihre Nester sehr "halbherzig" gebaut sind.

Hausrotschwanz
Buchfink
Schwanzmeise

Wir treffen auch Vögel an, die wir noch nicht oder noch nicht so gut gekannt hatten, wie der Hausrotschwanz, die Schwanzmeise, der Buchfink, aber auch die hier nicht gezeigten Bachstelzen und Mönchsgrasmücken.

Storch

Ein Storch flog graziös über uns hinweg. 

Girlitz

Auch sahen wir mehrere Girlitze, winzige, gelb leuchtende und schüchterne Vögel. 

Grünfink

Der Grünfink zog uns in seinen Bann. Er schimmert mit seinem olivgrünen Gefieder und dem gelben Flügelstreif und hat den für Finken typischen kräftigen Schnabel. Finken sitzen gerne und gut auf Baumwipfeln, von wo sie ein variantenreiches Trillern von sich geben. 

Grünfink
Feldsperling

Von blossem Auge sahen wir nur einen Feldsperling auf einer Tanne sitzend. Erst zuhause auf dem Bildschirm erkannten wir die Szene: Der Vogel sitzt sozusagen am Mittagstisch. 

Zum Schluss erklärt uns eine der Leiterinnen, dass wir noch viel mehr und artenreichere Vögel gesehen hätten, wenn das Kulturland nach biologischen Vorgaben bewirtschaftet würde. Denn dann gäbe es um die Felder herum mehr Sträucher, Gestrüpp, Pflanzen und Blumen, in denen sich Tiere verstecken und fortpflanzen können.

Je mehr Insekten, desto mehr Vögel.

Einmal mehr sinnieren wir darüber, warum wir Menschen uns dahin entwickelt haben, unsere ungiftigen Esswaren mit Bio-Label zu versehen, anstatt diejenigen Lebensmittel zu kennzeichnen, die mit Gift produziert wurden.

Warum müssen Tabakwaren, Reinigungsmittel oder Spielzeug Warnhinweise tragen, Lebensmittel mit Giftstoffen jedoch nicht?

Ein Unkrautvernichter mit dem Wirkstoff Glyphosat warnt auf dem Etikett vor Gift und Umweltgefährdung. Doch ein konventioneller Hafer mit Glyphosat-Rückständen heisst einfach nur Hafer, ohne Hinweis auf die Belastung.

Status quo ist nicht in Stein gemeisselt, ein Perspektivenwechsel ist möglich und nötig.

Das erinnert uns an Indien, wo bis heute Restaurants, die auch Fleisch anbieten, mit Non-Veg angeschrieben sind.

Und wie wenn es Zufälle doch gäbe … sehe ich heute auf den sozialen Medien eine Aussage von Jane Goodall zum Thema Gift und Pestizide. Jane Goodall, die ich seit meiner Jugend verehre, wunderte sich ebenfalls: Warum sprayen wir Menschen giftige Chemikalien auf unser Essen?