Zum Schluss erklärt uns eine der Leiterinnen, dass wir noch viel mehr und artenreichere Vögel gesehen hätten, wenn das Kulturland nach biologischen Vorgaben bewirtschaftet würde. Denn dann gäbe es um die Felder herum mehr Sträucher, Gestrüpp, Pflanzen und Blumen, in denen sich Tiere verstecken und fortpflanzen können.
Je mehr Insekten, desto mehr Vögel.
Einmal mehr sinnieren wir darüber, warum wir Menschen uns dahin entwickelt haben, unsere ungiftigen Esswaren mit Bio-Label zu versehen, anstatt diejenigen Lebensmittel zu kennzeichnen, die mit Gift produziert wurden.
Warum müssen Tabakwaren, Reinigungsmittel oder Spielzeug Warnhinweise tragen, Lebensmittel mit Giftstoffen jedoch nicht?
Ein Unkrautvernichter mit dem Wirkstoff Glyphosat warnt auf dem Etikett vor Gift und Umweltgefährdung. Doch ein konventioneller Hafer mit Glyphosat-Rückständen heisst einfach nur Hafer, ohne Hinweis auf die Belastung.
Status quo ist nicht in Stein gemeisselt, ein Perspektivenwechsel ist möglich und nötig.
Das erinnert uns an Indien, wo bis heute Restaurants, die auch Fleisch anbieten, mit Non-Veg angeschrieben sind.
Und wie wenn es Zufälle doch gäbe … sehe ich heute auf den sozialen Medien eine Aussage von Jane Goodall zum Thema Gift und Pestizide. Jane Goodall, die ich seit meiner Jugend verehre, wunderte sich ebenfalls: Warum sprayen wir Menschen giftige Chemikalien auf unser Essen?